Benutzungshinweise zur Messstation

Der rich­ti­ge Umgang mit unse­rer Mess­tech­nik und der Pro­dukt­aus­wahl ist Vor­aus­set­zung für die größt­mög­li­che Ver­bes­se­rung Ihres Geschäfts­er­geb­nis­ses!

1. Übung macht den Meister!

Pro­bie­ren Sie alles mehr­fach und in Ruhe, außer­halb der Geschäfts­zeit, mit Ihren Mit­ar­bei­tern und mit Bekann­ten, damit Sie auch bei eini­gem Tru­bel im Geschäft sou­ve­rän bera­ten kön­nen.

2. Was Sie über die herstellerübergreifende Sattelauswahl wissen müssen:

Bis­her waren bes­ten­falls Sat­tel der­sel­ben Mar­ke unter­ein­an­der ver­gleich­bar. Mit unse­rem her­stel­ler­über­grei­fen­den Ver­gleich betre­ten Sie Neu­land, des­sen Beson­der­hei­ten Sie ken­nen müs­sen, um rich­tig damit umzu­ge­hen.
Alle in unse­rer Daten­bank befind­li­chen Sat­tel wur­den von uns ein­zeln ver­mes­sen (Geometrie,Härte, Dämp­fung …), d.h. wir ver­las­sen uns nicht auf die Her­stel­ler­an­ga­ben, die ohne­hin nicht mit­ein­an­der ver­gleich­bar wären. Hin­zu kommt, dass der eine oder ande­re Her­stel­ler lei­der selbst nicht ganz genau weiß, wie sei­ne Sat­tel ergo­no­misch funk­tio­nie­ren, so dass sei­ne Brei­ten­an­ga­ben nicht zu dem pas­sen, was beim Fah­ren in einer bestimm­ten Sitz­hal­tung wirk­lich auf dem Sat­tel pas­siert, wo sich die Sitz­kno­chen tat­säch­lich befin­den. Das bedeu­tet: Unse­re Aus­wahl kann von den Emp­feh­lun­gen des Her­stel­lers abwei­chen!

3. Es gibt für einen Kunden meist mehrere geeignete Sattel

In der ers­ten Spal­te der Emp­feh­lun­gen sehen Sie, auf wel­chem Platz ein Sat­tel gelan­det ist.Wenn eine Zahl mehr­fach auf­taucht, wur­den die zuge­hö­ri­gen Sat­tel für abso­lut gleich­wer­tig befun­den. (Sie sind dann alpha­be­tisch sor­tiert.)
Auch wenn ein Sat­tel ein oder zwei Plät­ze wei­ter unten lan­det, sind die Unter­schie­de meist so gering, dass man, z.B. auf­grund von Geschmacks­fra­gen, den wei­ter unten ste­hen­den Sat­tel eben­so gut ein­set­zen kann.

4. Geschmacksfragen: Ein Tourensattel auf dem Rennrad – geht das?

Noch berück­sich­ti­gen wir den vom Her­stel­ler ange­ge­be­nen Ein­satz­be­reich eines Sat­tels, wol­len das aber in Zukunft schritt­wei­se zurück­neh­men. War­um?
Die meis­ten Her­stel­ler geben genau einen Ein­satz­be­reich an. Bei man­chen sind es meh­re­re Ein­satz­be­rei­che. Die lan­den dann (unge­recht­fer­tig­ter Wei­se) öfter in den Emp­feh­lun­gen. Wie­der ande­re geben gar kei­nen Ein­satz­be­reich an.
Eini­ge Men­schen (Frau­en und auch Män­ner) haben einen über­durch­schnitt­lich gro­ßen Sitz­kno­chen­ab­stand. Auf den meis­ten Renn­sat­teln kön­nen die schlicht und ein­fach nicht sitzen.Da stellt sich die Fra­ge, was nun alber­ner ist: Mit einem optisch unpas­sen­den Sat­tel oder mit übels­ten Beschwer­den zu fah­ren ?

5. Nothing (and nobody) is perfect

Die Bezie­hung zwi­schen Sat­tel und Gesäß ist auf­grund der ana­to­mi­schen Ver­schie­den­heit von Men­schen der­art kom­pli­ziert, dass bis­lang nie­mand in der Lage ist, in jedem Fall und auf Anhieb, genau den für einen bestimm­ten Kun­den aller­bes­ten Sat­tel zu fin­den. Wir haben uns lan­ge und inten­siv genug mit die­ser Pro­ble­ma­tik aus­ein­an­der­ge­setzt, um ruhi­gen Gewis­sens behaup­ten zu kön­nen: Wer ande­res sagt, der lügt. Wir haben uns aber auch lan­ge genug mit der Pro­ble­ma­tik befasst, um Ihnen für den All­tag schnel­le und brauch­ba­re Emp­feh­lun­gen zu geben, die Sie durch­aus kri­tisch zur Kennt­nis neh­men soll­ten: Ver­kau­fen Sie nichts, wenn Sie von der Rich­tig­keit der Emp­feh­lung nicht über­zeugt sind. Erklä­ren Sie dem Kun­den, dass die Emp­feh­lun­gen nur auf­grund des Mess­ergeb­nis­ses und der gestell­ten Fra­gen gege­ben wer­den kön­nen, Sie aber im Bera­tungs­ge­spräch Din­ge erfah­ren, die die Soft­ware nicht berück­sich­ti­gen kann.
Außer­dem: Nur Sie sehen anhand der Figur Ihres Kun­den evtl. sofort, dass der bei den Anga­ben zu sei­nem Fahr­ver­hal­ten doch ein wenig geflun­kert haben muss, und kön­nen das evtl. noch­vor­sich­tig kor­ri­gie­ren, um unnüt­ze Rekla­ma­tio­nen zu ver­mei­den.

6. Sitzknochen sind keine Nadeln, die aus dem Gesäß herausragen

Die wür­de man aber brau­chen, um repro­du­zier­bar ein mil­li­me­ter­ge­nau­es Mess­ergeb­nis zu erhal­ten.
Sitz­kno­chen haben eine indi­vi­du­ell ver­schie­de­ne, ungleich­mä­ßi­ge Struk­tur, die unser Mess­ho­cker nicht nur durch das umge­ben­de Fett- und Mus­kel­ge­we­be, das sich – je nach vor­an­ge­gan­ge­ner Bewe­gun­gen – unter­schied­lich um ihn schmiegt, son­dern auch noch durch die Beklei­dung gewis­ser­ma­ßen „ertas­ten“ muss. Das erklärt, war­um Sie bei der­sel­ben Per­son in ver­schie­de­nen Ver­su­chen ver­schie­de­ne Ergeb­nis­se erhal­ten.
Trotz­dem arbei­tet der Mess­ho­cker genau­er als die alten Mess­me­tho­den mit Pap­pe oder Gel­pad. Das erkennt man schon dar­an, dass er der­ar­ti­ge Pro­ble­me über­haupt erst sicht­bar macht. Und wenn Sie frü­her mit einer der alten Metho­den gear­bei­tet haben, dann schau­en Sie sich ‚mal­ge­nau an, wel­che Punk­te die Soft­ware zur Abstands­be­stim­mung gefun­den hat. Könn­ten Sie es genau­er?

Im Inter­es­se eines mög­lichst guten Ergeb­nis­ses, soll­ten Sie Ihre Kun­den aber bit­ten, in mög­lichst dün­nen Hosen zu erschei­nen.

7. Die Beantwortung der Fragen kostet Sie Zeit …

…, die sich für Sie im Nach­gang in klin­gen­der Mün­ze wie­der aus­zah­len kann, etwa weil Sie weni­ger Rück­läu­fer haben.
Außer­dem wer­den die Druck­bil­der mit den Ant­wor­ten (anonym) gespei­chert, so dass wir amJah­res­en­de für Sie z.B. die Fahr­ge­wohn­hei­ten Ihrer Kun­den aus­wer­ten kön­nen, und Sie kön­nenim Fol­ge­jahr damit Ihr Ange­bot opti­mie­ren.

8. Nichts ist so gut, dass es nicht noch besser werden könnte

Es soll­te selbst­ver­ständ­lich sein; wir erwäh­nen es trotz­dem: Unse­re Mess- und Bewer­tungs­ver­fah­ren wer­den stän­dig ver­bes­sert. Sie mer­ken das dar­an, dass sich die Emp­feh­lun­gen evtl. etwas ver­schie­ben. Sie mer­ken es außer­dem dar­an, dass bestimm­te Fra­gen ver­schwin­den und ande­re neu auf­tau­chen. Soll­te eine neue Fra­ge erschei­nen, dann tip­pen Sie ‚mal dar­auf: Wahr­schein­lich erhal­ten Sie einen Hin­weis dar­auf, was es mit die­ser Fra­ge auf sich hat.

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